Zugänge Winter

Der Normalweg im Winter führt vom Julierpass via Fuorcla d’Agnel zu uns. Es gibt aber noch einige weitere Möglichkeiten, die auch immer noch mit einem Gipfel kombiniert werden können. Auf der Skitourenkarte findet Ihr die wichtigsten Routen und unten auf der Seite jeweils einen kleinen Beschrieb und ein paar Fotos.

Achtung!

Bei Lawinengefahr bitte bei der Abfahrt von der Fuorcla d’Agnel nach der Ebene (See) den Stangen folgen und NICHT auf direktem Weg durch den Hang des Piz Picuogl queren! Man fährt nach Osten bis zum Bach ab und steigt in einem Bogen wieder bis zur Hütte hoch. Dies dauert etwas länger und man muss wieder anfellen, kommt dafür aber sicher zur Hütte!
Zudem gibt es direkt nach der Fuorcla d’Agnel eine sicherere Variante, um nicht den Hang des Piz Surgonda zu queren. Diese führt nach der ersten leichten Steilpassage nach Westen. Man quert so unterhalb der kleinen Felsgruppe auf den Gletscher hinab.

Direkte Variante ab Fuorcla d’Agnel bei sicheren Verhältnissen, ansonsten blaue Variante wählen.

Quelle: Bundesamt für Landestopografie

Julierpass – Normalweg Winter

Der Zustieg vom Julierpass ist im Winter der Normalweg und bei geeigneter Routenwahl relativ lawinensicher.

Aufstieg: 1000 m, Abfahrt: 500 m
(bei direkter Variante: 850 m / 350 m)
Dauer: 3 – 4 h
Schwierigkeit: WS

Vom PP an der Strasse unterhalb von La Veduta dem Bach folgend in abwechselnd flachen und steileren Stücken bis zu einer Ebene. Wer Lust auf einen Abstecher hat, kann einen Ausflug zum beliebten Piz Campagnung westlich der Route machen.
Von der Ebene auf einen Rücken aufsteigen und immer  steigend auf einer leichten Schulter Richtung Fuorcla d’Agnel. Das letzte Stück ist recht steil und der Pass meist ungemütlich windig. Schnell abfellen und die nordseitigen Hänge bis zum Gletschersee abfahren. Den Stangen folgend einen Rechtsbogen machen und zum Bach abfahren. Von hier ca. 100 m wieder zur Hütte aufsteigen.
Bei sicheren Bedingungen können ab dem Gletschersee die steile Hänge des Piz Picuogl gequert und so die Hütte auf direktem Weg erreicht werden.

Piz Nair

Mit Hilfe der Bergbahnen auf den Piz Nair

Aufstieg: 650 m, Abfahrt: 550 m
Dauer: 2.5 – 3 h
Schwierigkeit: WS+

Mit den Bergbahnen zum Piz Nair und von dort Abfahrt ins Suvretta Tal. Gegenanstieg von 350 Höhenmeter zur Fuorcla Suvretta. Von dort an schöne Abfahrt durchs obere Val Bever und Wiederanstieg zur Hütte.

Julierpass – via Piz Surgonda und Val Bever

Beliebter Gipfel auf dem Weg zur Hütte. Die Abfahrt durch das obere Val Bever östlich des Traunter Ovas hält oft schönen Pulver bereit! Dies entschädigt für den Gegenanstieg zur Hütte.

Alternativ kann man auch auf der Route 242 über den Westhang des Traunter Ovas zur Hütte abfahren.

Aufstieg: 1250 m, Abfahrt: 800 m
Dauer: 4 – 5 h
Schwierigkeit: WS

Vom PP an der Strasse unterhalb von La Veduta dem Bach folgend in abwechselnd flachen und steileren Stücken bis zu einer Ebene.
Von der Ebene auf einen Rücken aufsteigen und nun nicht der Schulter entlang dem Tal weiter folgen, sondern rechts halten und südlich an Pkt 2820 vorbei auf den Rücken zu Pkt. 2911 hochsteigen. Dem Rücken folgend bis zur Gipfelflanke. Die restlichen Meter müssen die Ski je nach Schneeverhältnissen getragen werden.

Vom Gipfel her folgt ebenfalls eine kurze Tragpassage dem wenig schwierigen Grat entlang nach Westen bis auf den Gletscher. Nun folgen oft perfekte Pulverhänge bis runter ins Val Bever. Von dort muss man nochmals anfellen und zur Hütte aufsteigen.

 

Alp Güglia – via Fuorcla Margun

Selten begangen, da bei guten Bedingungen der Weg via Surgonda mehr reizt, bei schlechten Bedingungen die Fuorcla d’Agnel direkter ist.

Ab der Alp Güglia durch das Valletta dal Güglia über die Fuorcla Margun, dann ins obere Val Bever abfahren und zur Hütte aufsteigen.

Spinas
Der Zustieg von Spinas wird im Winter selten begangen.

Ab und zu wird der Weg als Abfahrt genutzt, aufgrund der flachen Verhältnissen ist er aber auch nicht empfehlenswert. Die grossen Hänge des Val Bevers sind zudem lawinengefährdet.

Preda via Val Mulix / Piz Laviner

Diese Route wird öfters als Abfahrt nach Preda benutzt und ist Teil der Graubündner Haute Route als Etappe von der Chamanna Jenatsch zur Chamanna d’Es-cha.

ab Naz:
Aufstieg: 1400 m
Abfahrt: 500 m
Dauer: 5-6 h
Schwierigkeit: ZS-

Die Hangtravese um den Pkt 2671 kann heikel sein. Achtung Südostausrichtung und Absturzgefahr!